dead end …

Veröffentlicht: 18. März 2012 in Allgemein
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Hm, anscheinend ist es so, dass sich noch immer einige Leser auf diese Seite verirren, und sie, -obwohl der Blog schon vor über einem Jahr  outgesourct wurde-, abonnieren.

Das finde ich einerseits  natürlich sehr positiv. Andererseits wird es allerdings auf der Powerstation definitiv keine neuen Einträge mehr geben.

Offenbar habe ich meinen allerletzten Post, der auf meinen aktuellen Weblog hinweist, falsch platziert. Oder aber, was ein leider für mich unlösbares, technisches Handicap darstellt: mein neuer Blog, der so gesehen ja meinen Hauptblog weiterführt, lässt sich nicht als solchen etablieren.

Deshalb nochmal my effective address:

http://multiplyme.wordpress.com/

best of music 2010 …

Veröffentlicht: 28. Dezember 2010 in Allgemein, heartbeats
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entdeckt und entwendet bei Julia

1.) Lieder- Top 3 2010


Platz 3: Gil Scott-Heron „Me and the Devil“
Platz 2: Sleigh Bells „Infinity Guitars“
Platz 1: Gorillaz „On Melancholy Hill“

2.) Ätz-Lieder-Top 3 2010
Platz 3: Shakira „Waka Waka“
Platz 2:
Israel Kamakawiwo´ole „Over the rainbow“

Platz 1: Lena „Satellite“

3.)Top Band 2010: Massive Attack

4.) Ätz-Band 2010: Take That

5.) Top- Solokünstler 2010 weiblich: MIA & männlich Eels (End Times)

6.) Ätz- Solokünstler 2010 weiblich: Lady Gaga & männlich: Justin Bieber (war aber ´ne zu leichte Frage)

7.) Wiederentdeckung 2010: ein paar VelvetUndergroundPlatten, und einige DoorsSachen … I really seem to be old school …

8.) Neuentdeckung 2010: Warpaint und Feist

9.) Eine große Enttäuschung war 2010 für mich … Enttäuschung ist sicher das falsche Wort, aber Ohnmacht und Wut bei der kriminellen Verantwortungslosigkeit der LoveParadeOrganisatoren …

10.) Eine große Überraschung war 2010 für mich … die Rolling Stones Live „Shine a light“ DVD (erst in diesem Jahr gekauft)

11.) Lieblingsalbum 2010 : The National „High Violet“

12.) Konzerte 2010: wohl besser VERPASSTE Konzerte: Sophie Hunger im Nürnberger Hirsch z.B.

13.) 2011 werde ich (vielleicht) einläuten mit … Lou Reeds´“Perfect Day“, passt immer und überall, auch wenn es wahrscheinlich nicht sein bester Song ist …

14.) Mein Wunsch für 2011 … musikalischen Weitblick zu erlangen ..

15.) Mein guter (musikalischer) Vorsatz für 2011 … mehr Live Konzerte besuchen, und vielleicht auch mal bei ‚Rock im Park‘ 2011 dabei sein, liegt ja praktisch auf dem Weg (würde sonst noch jemand mitgehen ?)

Bestes Video: N.e.r.d. Hynotize U

Bestes Album: Gorillaz Plastic Beach

Bester Song: Zola Jesus ‚Night‘

Beste Serie: ‚Breaking Bad‘, eine TV Series, die mit jeder neuen Episode die ungeschriebenen Gesetze (amerikanischer) Unterhaltungskultur revolutioniert und geschickt zu unterwandern weiß..

Bester Schauspieler: James Gandolfini in ‚Welcome to the Rileys“, wobei dieser Kerl sowieso in JEDEM Film brilliert …

Beste Schauspielerin: Natalie Portman

Beste Band: The National

Beste deutschsprachige / deutschstämmige Band: Wir sind Helden

Beste Songzeile (national): „Kabinenparty getscho gemma vulgas“
(Skero feat. Joyce Muniz)

Beste Songzeile (international): „You got blood on your hands
And I know it’s mine!“ White Lies (Unfinished Business); auch auf die Gefahr hin, dass es kein echter 2010Song ist …

Newcomer des Jahres: Zola Jesus

Comeback des Jahres: Drew Barrymore in ‚Going the Distance‘ (ok, so richtig ‚weg‘ war sie ja nie, doch in letzter Zeit hat sie nur keine erinnerungswürdigen Filme mehr gedreht …)

überflüssigstes Comeback des Jahres: Marius Müller-Westernhagen

Movie of the Year: ‚Somewhere‘ von Sofia Coppola; ein unaufdringlicher Film über den langen Schmerz der Einsamkeit.

Enttäuschendster Film des Jahres: ‚The Tourist‘; Johnny Depp als unfreiwillig tollpatschiger sexiest MathTeacher alive, das kauf ich ihm einfach nicht ab …

DVD des Jahres: Up in the Air (oder war das letztes Jahr ?)

Buch des Jahres (national): Schmetterlingspuppe von Nana Schweitzer

Buch des Jahres (international): ‚Sperm & Egg‘ von Ryan Boudinot

Überflüssigstes Buch des Jahres: Sarrazins` „Deutschland schafft sich ab“, dicht gefolgt von Hegemanns‘  „Axolotl Roadkill“ und grundsätzlich alle vonHirschhausenGlücks[Tassen]Bücher …

Bestes Online Radio: egofm.de

Bestes Interview: Stuckrad-Barre mit dem sprachgestörten BildungsbürgerProleten Th. Sarrazin auf ZDFneo (vielleicht sollte ihm mal jemand „Deutsch für Dummies“ schenken); ex aequo: Julian Schnabel in Der Süddeutschen Zeitung.

Beste professionelle Website: spex.de

Meist besuchte Website (personal): aHeadwork und Mampfkatze

Aufreger des Jahres: jede zu Tode abfotografierte und mediengehypte PromiHochzeit, in diesem Jahr Victoria von Schweden und Daniel W(r)estling

Bestes Magazin des Jahres: www.dummy-magazin.de

Meist unterschätzte Person des Jahres: Joaquín Phoenix

Meist überschätzte Person(en) des Jahres: Lady Gaga / Thilo Sarrazin / Loki und Helmut Schmidt, Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg

Verpasstes Live_Event des Jahres : Brückenfestival Nürnberg

Must have des Jahres: Iphone4 von Apple (hab ich natürlich nicht ;-))

No-Go-Areas des Jahres: all Public Viewing Places … grundsätzlich überall dort, wo Fußball pervertiert wurde.

Nürnbergs strangest location: Literaturhaus Nürnberg

Nürnbergs best new location: Café Vitrine

Bester Monat des Jahres: Juli

Schlimmster Monat des Jahres: Dezember

Most stylish people : Natalie Portman

Worst stylish people: Lady Gaga in ihrem FleshDress

Politischster Moment des Jahres: WikileadsEnthüllungen; wir brauchen definitiv mehr Assanges

Zitat des Jahres: „Unsere Familie hat zu viel Unterbewusstsein“ O-Ton meiner inzwischen grandios pubertierenden Tochter

(Wieder)Entdeckung des Jahres: die CoenBrothesFilme (außer No Country for old Men: für mich immer noch zu unlustig_brutal); am genialsten, trotz abschreckender StarPower): ‚Burn after Reading‘ (naja, eigentlich auf gleicher Augenhöhe mit: ‚A serious Man‘; ich kann mich da schwer entscheiden, welchem dieser Filme ich den Vorzug geben soll; sie tragen beide diesen unerreichbar lässigen, schwarzen CoenHumor)

Best place to be: Über den nördlichen Dächern von Nürnberg (un jour mémorable avec elle)

Best fragrance: Gucci – Envy me

Best Food-Creation: ok, schleichwerbungsgespoilt: Philadephia´s „Feta & Gurke“

Most shocking picture: Pete Doherty bei der Vorstellung seiner eigenen SchmuckCollection Anfang diesen Monats; der Typ ist echt pummelig geworden, sonst war er ja immerhin noch faszinierend hässlich …

Eine Persönlichkeit, die über 2010 hinaus fehlen wird: Christoph Schlingensief

Most awaiting moment (2011): das neue Adele Album „Adele 21“ und natürlich den neuen CoenFilm: „True Grit“

Alles verändert sich. Nicht nur die Dinge, die uns umgeben, sondern auch die Menschen. Menschen, an die wir uns gewöhnt haben, und die sonst verlässliche (berechenbare ?) Verhaltensmuster bieten, scheren ohne erkennbaren Grund aus, kommen vom Weg ab oder legen plötzlich eine Vollbremsung hin. So did I.

Nur ein kleiner  Funke, der dann einen ultimativen Flächenbrand zur Folge hatte. Ich war blockiert, gelähmt, und schließlich komplett ausgebrannt. Nichts ging mehr. Auf einmal verlor alles, was vorher noch so unheimlich wichtig war, seine Bedeutung. Und so habe ich auch Hals über Kopf dieses Blog stillgelegt. Ohne Vorwarnung, ohne nähere Erklärung, bin einfach abgetaucht.

So what happend ? Meine letzten Einträge, eigentlich mein ganzes Blog, lieferte ja immer wieder entsprechende Hinweise. Mein seelischer Zustand ist von daher gesehen wie ein blankgeputztes Schaufenster, von allen Seiten einsehbar. Als virtuell-öffentliche Person, zu der ich mich gemacht habe, hatte jede/r 24 Stunden einen ungehinderten Panoramablick auf meine innere Befindlichkeit. Manchmal war ich wirklich erschreckend transparent. Was ich ja auch genauso wollte. Mich platzieren, irgendwo im matten Licht erstrahlen, als Anti_Warhol_5_Minuten_Berühmtheit.

Was ich eigentlich erreichen wollte, hab ich knapp verfehlt: meinem Leben äußere Bezugspunkte (ich nannte es ja oft Struktur) zu geben. Wenn schon kein richtiges Koordinatensystem, so doch wenigstens etwas, an dem ich mich hätte festhalten können. Und über einen langen Zeitraum (mit ein paar Unterbrechungen sogar fast 3 Jahre) ist  mir das  auch irgendwie ganz gut gelungen: beinahe täglich zu bloggen hat mich zwar nicht geheilt -was bei meiner psychopathischen Veranlagung sowieso utopisch ist- , aber immerhin hat es dazu beigetragen, mir mein Ego ein bisschen näher zu bringen. Mich selbst zu durchleuchten, und in einigen Situationen besser  zu durchschauen. Ich habe es gebraucht, genauso wie die Kommentare, die für mich neben dem Schreiben immer sehr wichtig waren. Ein Feedback und ab und zu mal etwas Kritik zu erhalten. Diese Art der Fremdwahrnehmung hat mich mehr als einmal aufgebaut, hat mir Mut gemacht, weiter zu schreiben. Bloggen gehörte bis vor einem halben Jahr zu den alltäglichen Dingen, war grundsätzlich stressfrei und hatte eben auch diesen therapeutischen Nährwert.

Bleibt also die Frage, wieso und warum ich trotzdem damit aufgehört habe. Die genauen Gründe darzulegen, wäre an dieser Stelle sehr kompliziert, deshalb nur ein paar erklärende Halbsätze: unsterblich verliebt, emotionale Abhängigkeit aus der dann bald hartnäckige Anhänglichkeit wurde. Letztendlich war es eine ziemlich einseitige Liebe, eingleisig, weil ich nicht zurück geliebt werden konnte. Meine extreme, ungefilterte Emotionalität hat ihr Angst gemacht. Und sie hing auch noch ein Stück weit in ihrer alten Beziehung fest. Insgesamt war es sehr schnell ein sehr belastendes, Kraft zehrendes Verhältnis.

Seit ungefähr zwei Monaten bin ich wieder bekennender ‚Single‘. Gefühlstechnisch bin ich immer noch nicht wieder auf die Beine gekommen, werde jedes Mal rückfällig.  Zeit heilt eben doch nicht alle Wunden. Was als Vorwurf an mich gedacht sein sollte. In Zukunft muss ich versuchen, diesen unkontrollierten ’stream of emotions‘ in gemäßigtere Zonen zu lenken. Nicht mehr so hemmungslos zu sein, mich ganz einfach langsamer zu verlieben. Wenn das Herz überflutet wird, nicht gleich noch den Kopf unter Wasser zu setzen. Einfach auch mal abwarten, die Dinge auf mich zukommen lassen, gelassener werden, all in all.

Und deshalb habe ich mich entschlossen, wieder mit dem Bloggen anzufangen. Um etwas mehr Ordnung ins Chaos zu bringen (auch wenn ich gegen das Wort ‚Ordnung‘ schon immer eine tiefe Abneigung hege), um auch wieder an eine gewisse ‚tradition‘ anknüpfen zu können. Und das hat nichts mit Weihnachten und der damit zusammenhängenden übersteigerten Wehmut (oder melancholisierenden Nostalgie) zu tun. Erst recht  nicht mit irgendwelchen Vorsätzen fürs nächste Jahr. Einfach, weil ich es hier und jetzt wieder will und weil ich gemerkt habe, dass mir auf Dauer etwas fehlt.

Keine Ahnung, wer noch mitliest, ob die Powerstation ohne ausgewechselte Brennstäbe überhaupt noch genug Energie liefern kann. Und welche virtuellen Freundschaften sich dabei regenerieren lassen (denn ich war nicht nur wordpress sondern auch twitter und den anderen social (network)  societies untreu) …

Außerdem habe ich mir vorgenommen, nicht mehr täglich, sondern nur noch ‚bei Bedarf‘ zu bloggen. Vielleicht gelingt es mir dadurch etwas besser, das täglich Unwichtige vom eventuell wöchentlich Wichtigen zu trennen.

Jedenfalls bin ich ab heute wieder öfter hier … ihr auch?

(the inofficial title song)

Your favorite song
A song that reminds you of someone
A song that reminds of you of somewhere
A song that reminds you of a certain event
A song that you know all the words to
A song that you can dance to
A song that makes you dream
A song from your favorite band
A song from a band you hate
A song that is a guilty pleasure
A song that no one would expect you to love
A song that describes you
A song that you hear often on the radio
A song that you wish you heard on the radio
A song from your favorite album
A song that you listen to when you’re angry
A song that you listen to when you’re happy
A song that you listen to when you’re sad
A song that you want to play at your wedding
A song that you want to play at your funeral
A song that makes you laugh
A song that you wish you could play
A song that makes you feel guilty
A song from your childhood
Your favorite song at this time last year

watch carefully …

Veröffentlicht: 4. September 2010 in heartbeats
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Und wieder mal eine unvollständige Liste meiner „must seen“ DVDs für die nächsten 7 (?!) Tage:

Once upon a time in Mexiko

Synecdoche New York

Eden Log

Duplicity

Where she was out

Bright Star

Wimbledon

The Air I breathe

Love (and other desasters)

Transformers

Eine mexikanische ZweiMannFrauGitarrenband die ich vor kurzem zufällig entdeckt habe. Und die mich jedes Mal, wenn ich sie höre, niederknien lässt. Hatte nie gedacht, dass ich so auf Instrumentalmusik abfahren könnte. Und vor allem, dass es Musiker gibt, die den Teufel im Leib haben. So wahnsinnig ansteckend enthusiastisch sein können. Unbedingter AnspielTipp: Das Stairway to Heaven – Cover.

Was gibt es sonst Neues ? Sehr viel. Sehr viel Postives. Nach meiner stark depressiven Gefühlslage nun ein absolutes emotionales Hoch, von dem ich noch gar nicht fassen kann, dass es wahr ist:

Am Sonntag treffen wir uns. Und haben dann nach über 2 Monaten Zeit füreinander. Sie ist inzwischen umgezogen, hat den neuen Job bekommen und …
Ich möchte nicht zu viel schreiben. Auch nicht über meine Gefühlswelt. Das Liebeschaos hat schon Spuren hinterlassen. Zum ersten Mal habe ich körperlich und seelisch gespürt, wie es ist, einen Menschen zu vermissen. Wirklich zu vermissen, verzweifelt zu vermissen. Ihn weder hören noch sehen zu können, wissen, dass er da ist; dass er sein Leben führt, ich meins und wir trotzdem unerreichbar sind…Königskinder, jeder in seiner Welt und doch schwimmen wir im selben Ozean …

Momentan ist es wirklich schwer die richtigen Worte zu finden. Vielleicht bin ich ausgebloggt, habe mich entschrieben. Keine Ahnung. Bin möglicherweise auf dem Weg der Selbstfindung ins selbst erwählte Exil des Nicht_Mehr_Schreiben_Könnens entflohen. Ich weiß es nicht. Mir fehlt jetzt einfach die Kraft und auch die richtige Motivation, weiter zu machen. Stattdessen verliere ich mich wieder in sinnlosen, sackgassen:endenden ChatTalks. Ich lebe nicht, ich chatte bloß. Jeden Tag. Vier, fünf Stunden. Es wird jedes Mal später. Und jedes Mal bin ich erschöpfter.

Mittelpunktslos. Die Außenwelt existiert fast nicht mehr, nur noch schattenhafte Phantome, die in Milisekundenschnelle an mir vorbeirauschen. Keine Berührungspunkte, keine tieferen Seelenspuren hinterlassend…

BlogThemen gäbe es ja genug.

Fest vorgenommen: demnächst mal ein genaueres Protokoll meines degenerierten LebensStyles zu erstellen. Was ich so konsumiert habe, in den letzen Tagen und Wochen. Ein bisschen angeberisches Name- and Titledropping.

Die letzte ‚Entdeckung‘, bei der nicht wenige von Euch aufstöhnen, sich kopfschüttelnd abwenden und exklamieren werden : ‚Jajaja, ist doch längst bekannt. Hey, die Formation gibt´s schon über 10 Jahre. Haste wohl total verpennt“ Klar, sicher doch. Ich hab sie tatsächlich erst heute entdeckt. Groove Armada haben sich an mir vorbei gesungen. Und jetzt groove ich mich durchs YouTubeArchiv und entdecke immer bessere und berauschendere Tracks.
Ihr bester und neuster ist optisch/innovativ einfach nur der pure Wahnsinn. Überirdische Beats. Ich könnte mich todhören:

Wie könnte man am besten die letzten Tage zusammenfassen? Ich versuch´s mal mit „verflogene Illusion“. Es passiert also wieder. It happens again and again. Und ich muss anfangen, mich zu entlieben. Ein schreckliches Wort, mir fällt aber kein passenderes ein. Vergessen vielleicht. Oder sich nur an die schönen Stunden erinnern.
Mit jeder gescheiterten Beziehung lernt man dazu. Was ich nun weiß: versuchen, meine Gefühle in gleichmäßigere und mäßigere Bahnen zu lenken. Diese bei mir sofort auftretende Euphorie abzuschwächen. Nichts überstürzen. Sondern abwarten. Geduld zu üben. Nicht von 0 auf 100, sondern erstmal nur die Hälfte. 50 Prozent. Ich muss buddhistischer werden.

Andererseits könnte man ja auch behaupten, dass dieses Scheitern auch was Gutes hat. Die Power Station kann ihre Arbeit noch nicht einstellen. Ich brauch weiterhin Brennstäbe. Und diese notorische Unterforderung, körperlich und emotional, zwingt mich auch dazu, dieses Blog weiter zu schreiben. Ich kann nicht aufhören, noch nicht…

people: noch ein Schattenwesen, bald vielleicht mehr ?

on heavy rotation: The Asteroids Galaxy Tour: Golden Age

www: MuseumsQuartier Wien, Austria

Hier wurde es ja immer ruhiger. Fast schon wie auf einem verlassenen Autofriedhof. Erklärungen gibt es viele. Wenn ich über längere Zeit hinweg schweige, mich ruhig verhalte, hat das meist multikausale Ursachen. Wobei ich Thomas Bernhard (auch der musste ja als ‚Lückenbüßer‘ herhalten) zitieren möchte: die Ursache bin ich. Es liegt natürlich immer an mir. Niemand sonst kann und will ich für das, was passiert verantwortlich machen. Kurz gesagt: ich stecke immer noch in einer Liebeskrise. Die sich dann gleichzeitig zu einer Blogkrise ausweiten konnte. Wahrscheinlich bereits meine 9. oder 10., denn ich letzter Zeit denke ich wieder ernsthaft darüber nach, das ‚öffentliche‘ Schreiben einzustellen. Struktur und Selbsttherapie hin oder her. Denn was habe ich zu sagen ? Und vor allem: wem hätte ich etwas sagen ? Etwas, das Bestand hält, etwas das bleibt. Alles, was ich kann, ist mich selbst beweinen. Noch tiefer in meine Verzweiflung eindringen, wie in einem Untertagebau … wobei ich kein schwarzes Gold fördere, sondern der Umwelt meine 1000 Ängste beschreibe. Ja, gibt ein ‚full package‘ davon, fest verschnürt, aber ohne richtige Adresse. Wer bin ich und was möchte ich sein ?

Außerdem: ich leide teilweise unter Mitteilungszwang. Alles, was ich fühle und denke, muss ich dann zu 80 oder 90 Prozent in Form eines Posts transformieren. Oder transpirieren … nein, das einzige, was ich zum Glück nicht ganz verloren habe, ist mein besonderer ’sense of humour‘, den dann wahrscheinlich auch nur ich selbst verstehen kann.

Aber auch ich habe dazu gelernt: es gibt viele Menschen, die sich noch verzweifelter und einsamer fühlen als ich. Und dass es nicht gut ist, von einer Person ‚gerettet‘ werden zu wollen. Dass es auch darauf ankommt, zumindest ein Stück weit sich selbst zu lieben, um Andere lieben zu können. Dass Ähnlichkeit der Gefühle auch anstrengend und gefährlich sein kann. Dass ich, auch wenn ich das immer wieder verneinen möchte, ein doch im Grunde genommen sehr ungeduldiger Mensch bin. Und dass ich aufgrund meiner BlogArtikel um 20 Jahre jünger geschätzt werde. Was mich natürlich freut, denn ich wäre gern jünger. Körperlich zumindest. Mein Geist ist mir ja immer einen Schritt voraus. Was unglaublich anstrengend ist. Geist könnte man auch durch Denken, oder noch allgemeiner durch ‚the brain‘ ersetzen. Wenn ich es mal schaffen würde, meinem Herzen genauso viel Platz einzuräumen …

Dass ich sämtliche medialen Ablenkungsmöglichkeiten nutze (außer face book), ich durch einen hüfthohen Sumpf schöner Scheinwelten wate, nur um mich nicht mit mir selbst und meinem Schmerz auseinander zu setzen. Eine klaffende, blutende Wunde, die ich mit aller Kraft zu stillen versuche.

Aber irgendwie: things are getting better … so langsam, nach und nach. Rückfälle, auch in den embrional hilflosen Zustand zurück, sind dabei natürlich nie ausgeschlossen. It´s not over yet. Nur ein neuer Anfang in Sicht, das entfernte Leuchten am Ende des Tunnels.

The sky is full of dreams, but you don´t know how to fly …

Manchmal hilft es, sich einfach treiben zu lassen … zur Ruhe kommen,wieder die Stille spüren, sich spüren …. man muss es nur zulassen. Das ist die Kunst. Die Kunst zu leben.


(auch wenn es kein ‚official video‘ ist, der Text stimmt …)

Auch, oder gerade weil´s „deutsch“ ist … ein klarer, tiefer Bergsee. Fernsicht: ein absolut großer, ‚unlauter‘ Song:

( … and PLEASE don´t play with my heart)

„I drank to drown my pain, but the damned pain learned how to swim, and now I am overwhelmed by this decent and good behavior.“
Frida Kahlo

Bitte überhört das christlich (katholisch ?) inspirierte „oh Lord“, und alle anderen glaubensmotivierten Bezüge , für mich ist es einfach ein sehr sehr schönes Liebeslied. Weil es von absoluter Sehnsucht, auch Verlustängsten (wie ich sie immer wieder erfinde empfinde), von Vertrauen und ‚personal guidance‘ handelt. Und überhaupt ist heute mal wieder „sad love song day“:

Zwischenfall

Ich schreibe dir
Noch immer
Dass ich dich liebe

Ich schreibe
Dass ich dich liebe
Und dass du nicht da bist

Aber dass ich nicht allein bin:
Denn ich
Sitze neben mir

Ich sehe mich an
Und nicke
Und strecke die Hand aus

Ich rühre mich an
Und freue mich
Dass ich noch da bin

Ich bin froh
Dass ich nicht allein bin
Wenn ich dir schreibe

Ich hebe den Kopf
Und sehe:
Ich bin nicht mehr da

Bin ich
Zu dir gegangen?
Ich kann nicht mehr schreiben

(Erich Fried)

Es ist still geworden. Weil ich einfach nicht mehr kann. Es ist die Zeit der Schreiblosigkeit, eine hoffentlich nur vorübergehende Phase. Meine Worte sind wie vom Brackwasser aufgedunsene Wattebällchen. Sie stecken in einem tiefen, engen Gedankenkanal fest. Irgendwie gehören sie nicht mir. Sind fremdes Treibgut. Schmuggelware. Noch nie bin ich so gegen eigene Widerstände gelaufen. Habe mir den Kopf blutig geschlagen; mein Kopf, der nur noch eine selbstrotierende Schneekugel ist. Ein fehlgesteuerter Satellit im schwarzen Orbit.

Mein größtes Problem sind meine nicht in den Griff zu bekommenden Verlustängste. Ein ständiges Verlangen sie zu sehen, zu hören, zu fühlen. Die Panik, dass sie plötzlich nicht mehr da sein könnte.

Oui, je suis amoureux. Und es ist eine Krankheit, und ich mein eigener Krankheitserreger; self infected, anders kann man es nicht beschreiben. Weil ich zu stark liebe, zu viele Anrufe, mails und SMS von mir kommen, einfach weil ich in mir ruhelos bin. Mich nicht ’normal‘ verhalte.

Sie hingegen ist zur Zeit mit vielen anderen Dingen beschäftigt ist. Nachtdienst, Umzug, Stress mit Ex … Dinge, die in meinem Leben nicht vorkommen, nicht in dieser komplexen Art.

So wie es aussieht, muss ich erst wieder lernen, dass es da ein anderes Leben gibt, das trotz aller Gemeinsamkeiten nie ganz kongruent zu einander läuft. Dass es wunderbare Schnittstellen gibt, viele Treffpunkte, die dann ein großes Ganzes bilden können.

Andererseits bin ich unglaublich glücklich. Ich schwebe, bin gedanklich abwesend und kann es noch immer nicht fassen. Die Heftigkeit und Absolutheit mit der alles begann. Ihr Lächeln, ihre Haut, ihren Duft. Nicht zu vergessen ihre Ironie. Sie sagt immer, was sie denkt. Die Worte kommen unverfälscht. Und genau das macht sie so verdammt liebenswert. Und genau deshalb ist es für mich so schwer, sie nicht hier zu haben. In this very moment. Nicht zu wissen, was sie denkt, fühlt oder gerade tut …

www: The John Paul Getty Museum in L.A. … world-class venue

on heavy rotation: School of Seven Bells ‚Half asleep‘

Immer dann, wenn ich nichts zu sagen habe, oder wenn mir die Worte ausgehen, muss eine Liste her. Oder ein Zitat. Diesmal ist es eine Zusammenstellung meiner aktuellen Playlist. Natürlich nur ein Teil davon. Songs, die mir auffallen, Songs, die ich immer wieder hören kann:

Major Lazer „Hold the Line“

The Drums „Let´s go surfing“

Jay-Z feat. Swizz Beatz „On the next one“

The Thermals „Now we can see“

Uffie „Pop the Glock“

The Mynabirds „Numbers don´t lie“

Yuksek feat. Amanda Blank „Extraball“

Benjamin Biolay „Padam“

Damien Jurado „Caskets“

The Streets „Blinded by the lights“

Hope, you´ll enjoy it …

Vielleicht klappt´s ja dieses Jahr … so lange das Wetter mitspielt, Alice nicht irgendeinen blöden Spät- oder Nachtdienst hat und die Pegnitz bis dahin nicht ausgetrocknet ist. Obwohl anscheinend bereits ein paar Bands abgesagt haben. The World/Inferno Friendship Society zum Beispiel hat ihren Gig wieder gecancelt.

Naja, my favorite band wäre ja sowieso The Blackbox Revelation:

Jedenfalls ist das Brückenfestival bedeutend cooler als das 2 Wochen vorher ebenfalls ‚for free‘ stattfindende Bardentreffen. Nicht nur von der Location her …sondern weil die Brücken:Musik einfach nicht so abgefuckt massenkompatibel und ‚old stylish‘ ist wie auf diesem Multi-Kulti_Sänger_Konvent …für mich inzwischen eher ein Schaden_Treffen …

people:-

www: Ein amerikanischer KinoBlog

on heavy rotation: As I lay dying „Parallels“

Noch immer so verdammt heiß. Selbst mein Laptop schwitzt. Und ich ? Weiß nicht, ob es an oder in mir heißer ist. Das ultimative Glücksgefühl hält jedenfalls an. Verdrängt alle ungewollten unschönen Gedanken. Und hindert mich auf wundervolle Art am „echten“ Leben teilzunehmen. Rosa Brillenträger all day long. Eskapismus incl. Herzkammerflimmern. Mein Gedankenbett auf King Size-Größe aufgeblasen. Ich stehe immer öfter neben mir. Mein eigener Doppelgänger, a fool by myself.

Und ich habe mir wieder ein Handy zugelegt. Obwohl ich diese Dinger absolut nicht leiden kann. Nur um ihr etwas näher sein zu können. SMS verschicken. Innerhalb von 5 Stunden war mein 2 EuroStartguthaben aufgebraucht. Und inzwischen finde ich auch die richtigen Tasten, auch wenn ich mich trotzdem immer wieder vertippe… 50 : 50 Trefferquote.

Die tiefe Zuneigung, das entgegengebrachte Vertrauen, und die langen (leider viel zu seltenen) Gespräche mit ihr, verändern mich. Auf eine mir unbekannte Weise …

(Liegt da irgendeine Gesetzmäßigkeit zugrunde: je weniger BlogBesucher, desto mehr Kommentare. Beim Midlifeblog konnte ich noch ein paar Prognosen hinsichtlich der Kommentarhäufigkeit machen. Geht hier gar nicht … )

people: sehr viele, unschön verschwitze Männer und Frauen auf Nürnbergs Straßen. In der U-Bahn. Im CallCenter. Überall. Und auch ich klebe …mein Körper eine große schweißnasse Plakatfläche.

www: The Doors „When You´re Strange“ (anscheinend viel besser als das Oliver Stone Biopic)

on heavy rotation: Radiohead „Fake Plastic Trees“

Tatsächlich sehe ich in den letzten Tagen klarer. Keine unwegsame dunkle und einsame Straße mehr, sondern ein heller lichtdurchfluteter Platz. Es ist noch etwas zu früh, den genauen Grund für mein Glücklichsein darzulegen. Aber das ich definitiv anfange, wieder zu leben und zu atmen, ist ein unbeschreibliches gutes Gefühl. Und in dieser Qualität auch noch nie da gewesen. Und sowieso reichen Worte nie aus. Ich müsste meine Seele herausreißen, um euch zeigen zu können, wie und was gerade mit mir passiert …und selbst dann wäre es nur meine Seele und nicht mein Herz …

Hätte nie gedacht, dass ich mich dem Massengeschmack unterwerfen würde. Bis mir ein Buch von Stuckrad-Barre in die Hände fiel. Nein, nicht diese Olli-Pocher (ein Brechmittel, in jeder Hinischt)-Filmvorlage „Vollidiot“, sondern eine Compilation verschiedener Zeitungsreportagen: „Remix 2“.
Aktuell ist v. Stuckrad-Barres „Auch Deutsche unter den Opfern“ auf den BestsellerListen. Eine Lesereise ist auch anberaumt. Aber ich meide ja solche Veranstaltungen und auch ein Spiegel-Ranking lässt mich kalt. Ja, ich habe eine regelrechte Abneigung was Verkaufszahlen und diesbezügliche Massenlesbarkeit betrifft.

Ein Beispiel Stuckrad-Barre´scher Fabulierkunst (Remix 2) : aus dem Gartennazi-Text. Eine fiktive O-Ton-Collage (Der Liedermacher hatte im Sommer 2002 seine Sylter Nachbarn als „Gartennazis“ bezeichnet, weil sie sich unentwegt (meist rasenmäher_lärmend) und exzessiv der Pflege ihrer privaten Grünflächen widmeten):

Dr. Georg Ringswandl: Reinhard Mey verkörpert im Grunde genommen die Speerspitze des Linksspießertums. Vor Jahren rief er mal im SZ-Magazin den Trend „Vegetarisches Grillen“ aus. Ja geht´s noch? Ich weiß noch, da hab ich damals direkt in die Zeitschrift kotzen müssen.“

Ebenfalls lesenswert: den Artikel über die Liebeshölle von Kurt und Paola Felix, ein interessanter Bericht über ein Treffen mit der immer etwas zu hippen Nicole Krebitz. Und auch sehr schön: das Lästern über T-Shirt-Spruch-Träger/innen (“ Manche empfinden es auch als gewiefte Volte, T-Shirts zu tragen, die in der Kindheit als uncool galten: mit den Logos von Freizeitparks oder lokalen Turnsportvereinen drauf. Diese T-Shirts werden in Secondhandläden gekauft und riechen wie die Ironie ihrer Träger meist muffig, auch zwicken sie an den Achseln, und mit dem unbezwingbaren Vorbesitzerschweiß mischt sich der eigene…“ )

Bei dieser hirnaufweichenden GrillglutHitze dann besonders schön die Achsel-, Brust- und Rückenschweißflecken.

people:ich:Wortfindungsprobleme. Es war aber auch scheißheiß. Bei meinem CallBoyJob in einem 40 qm² Raum mit geschlossen Fenstern (wenn man sie öffnen würde: naher Plärrer-StraßenVerkehrslärm der die HeadphoneGespräche übertönt) und 3 extrem redefreudigen Kolleginnen. Nach fast 4 Stunden TelefonMarathon bin ich zu allem bereit, und so kam es dann, dass ich der Geschäftsleitung dringend die Anschaffung eines weiteren CallCenter_Radiators empfehlen musste. Kurze Irritation, dann allseitiges Gelächter. Zum Glück hab ich nicht den Kauf eines Vibrators angeregt. Das wäre dann ein äußerst übler, nicht entschuldbarer Freud´scher Versprecher gewesen.

www:HBO, weltbester TV-Serien-Sender.

on heavy rotation: The Gaslight Anthem „The ’59 Sound (Performance Only Version)“

Edit: Peinlich, peinlich. Aber der „Vollidiot“ ist zum Glück nicht von Stuckrad-Barre, sondern von Tommy Jaud. Was ich von dem halte lass ich jetzt mal unkommentiert. Man muss sich im Grunde genommen ja auch nur die entsprechenden Buchcover anschauen. Da erübrigt sich dann jede weitere Erklärung.

Gestern: FußballFremdGucken bei den Ex_Schwiegereltern … weil mein Sohn es so wollte … und unglaublich, aber wahr: ich hatte Spaß dabei. Aber nur weil ich für Uruguay war, die schienen mir sofort kampfbereiter als die deutsche Mannschaft. Und so saßen wir zu viert vor dem TV-Gerät und sahen 22 (+1) Herren beim Ballspielen zu und immer, wenn ich von der Toilette kam, gab es kurz danach ein Tor. Irgendwie kam ich mir wie dieser weissagende Tintenfisch vor, nur statt Tinte Urin, aber lassen wir das.

Meine depressive Phase ist auch vorbei, heute bin ich mal manisch. Und deshalb gibt es auch endlich mal ein Abbild meines personifizierten Ichs. Aus einer selbstinitiierten Fotosession. Lasst euch von der strengen MassenmörderFresse nicht täuschen. Ganz so schlimm ist es nicht, aber wenn ich lächle, sehe ich noch bescheuerter aus.

Das Foto enthält übrigens einen kleinen Schönheitsfehler: Eine Braue, die mir ironisch ins Auge sticht. Ansonsten bin ich so fotogen wie ein Stück Butter, das langsam in der Sonne schmilzt.

www: id-mag

on heavy rotation: Frankie Valli and The 4 Seasons „Can’t Take My Eyes off You“

Alles ist zu viel. Zu schnell. Zu grell. Ich drehe mich mit meinen Gedanken im Kreis. Meine Gedanken denken mich. Da ist diese Schlinge um meinen Kopf, die sich immer fester zieht, und dieser Knoten in meinem Hals. Nicht nur da. My whole body´s infected.

Ich werde nie in der Lage sein, dass, was ich fühle und denke, in Worte zu fassen. Unmissverständliche Worte. Worte als Verlängerung meiner inneren Stimme. Worte, die wie ein X-Ray meinen GedankenKnochenBau zeigen. Am liebsten würde ich jetzt verstummen. Vorher noch ein letztes Mal schreien. As loud as I can …

Stattdessen verlangsame ich mich, entschleunige mein Lebenstempo
und werde bewegungslos. Komatös. Eine Mumie in stabiler Seitenlage.

Mein Selbstmitleid: eine Motte, die gegen das Licht fliegt, sich die Flügel verbrennt, abstürzt und langsam stirbt.

people:-

www: Harper´s Magazine

on heavy rotation: Chet Baker „Candy“

Ich spiele jetzt Hockey ….auf meinem PC. Wären alle BoyBands nur so cool wie sie, die Welt hätte mehr Liebes-LieblingsLieder. Kann mich momentan wirklich nicht satt hören. Zur Zeit steht dieser Song hoch im Kurs:

Ansonsten: wieder mal ein Stapel neuer (alter) DVDs. Irgendwie muss ich runterkommen. In den letzten Tagen stehe ich emotional in Flammen. Weiß nicht mehr, was ich denken soll oder kann. Weiß nicht mehr, was ich kann. Und wo ich mich wieder nur selbst belüge. Ich fühle mich wertlos. Und langweilig. Alles was ich denke, ist die Wiederholung eines einzigen Urgedankens. Und dann dieses kitschigrote NeonSchild: LoveLoveLove. Ob sich meine Traurigkeit noch steigern lässt, oder das Glück so unbeschreiblich und flüchtig ist, wie ein unbedeutender Fingerzeig des Schicksals. Klopf klopf, but no one´s there …

Ok, hier jedenfalls meine aktuelle DVD-Liste. Und wie immer enthält sie Filme, die ich zwar dringend sehen müsste, mich bisher jedoch dazu nicht durchringen konnte: „Gomorrha“ und „Into the Wild“ z.B.; da weiß ich jetzt schon, dass ich am Ende so bewegt sein werde, dass ich wahrscheinlich in Tränen ausbreche. Solche Filme kann ich mir nur angucken, wenn es mir wirklich gut geht, wenn ich stabil genug bin:

Fog of War
Hannibal
Flood
Gomorrha
The Young Victoria
Ricky
Shrooms
Into the Wild
The Day the Earth stood still

people: my ego has vanished for a couple of hours …

www: Radio Z. Ein alternativer Nürnberger Lokalsender. Kaum zu glauben, dass ich da mal gearbeitet habe …

on heavy rotation: Zola Jesus „Clay Bodies“

Während ganz FußballWonderland sich vor den heimischen und öffentlichen TVGeräten wieder mal den Kopf und die Leber wund schlägt , bleibe ich @ home; bin etwas deprimiert, weil heute ein spannendes TelefonDate ausfällt und ich mir jetzt – um nicht komplett durchzudrehen-, ersatzdrogen_bedingt eine DVD spritzen muss:

people: heute Morgen: eine ca. 35jährige StraßenbahnMitfahrerin mit zwei metallenen PeaceZeichen um den Hals: ein kleines, und ein übergroßes. Die Frau selbst sah aus, als würde in ihrer Seele ein ewiger, pestzellulärer Krieg stattfinden. I was really scared.

www: Anästhesist werden und die Leute endlich mal nicht um, sondern in den Schlaf bringen.

on heavy rotation: Hockey Too fake

I need some snow …

  • This blog has moved. Allerdings habe habe ich es aus bisher verschiedensten Gründen vermieden, einen entsprechenden link zu setzen.
  • Der neue Blog hat thematisch und inhaltlich andere Schwerpunkte. Ist anders strukturiert, depressiver.

Man verändert sich. Geht vorwärts, rückwärts, schlägt Seiten- und Nebenwege ein.

Happily enough, so do I.

Trotzdem habe ich lange überlegt, ob ich meinen neuen Blog mit diesen  verlinken soll. Außerdem  kann ich mich nicht mehr so richtig mit den alten, vor langer Zeit entstandenen Einträgen identifizieren. Sie kommen mir teilweise sogar fremd vor.

Es wäre falsch zu behaupten, dass ich mich in der Zwischenzeit sehr verändert hätte, und nun ein vollkommen neuer, emotional gewachsener Mensch geworden wäre, andere Ansichten, Gewohnheiten und Interessen hätte. Vieles ist gleich und doch vom inneren Empfinden  nachhaltig anders.

Ich fühle mich unfertiger (manchmal im durchaus positivem Sinn) und orientierungsloser als vielleicht vor drei oder vier Jahren.

Dennoch ist es voraussichtlich Zeit, einen endgültigen Schlussstrich zu meinen ehemaligen Blogs (midlifelover/ the powerstation) zu ziehen.

Zeit, sich der geänderten Situation anzunähern, sich alten und neuen Aufgaben zu entziehen stellen, und in letzter Konsequenz eben auch diese Blogs miteinander zu verbinden.

Es ist eine spontane, mit etwas Sentimentalität verbundene Aktion.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn  Einige von Euch mich auf meiner weiteren Reise begleiten würden. Wirklich.